Unser Marsch ist mehr als nur eine Demonstration – er ist ein Aufschrei gegen eine verlogene Weltordnung. Er richtet sich gegen Regime wie das ägyptische, das sich in blutigen geopolitischen Deals suhlt und dabei die Palästinenserinnen in Gaza und ihre Unterstützerinnen auf der ganzen Welt verrät. Unser Protest ist eine direkte Antwort auf die fortwährenden Verbrechen der Kolonialmacht Israel, auf die tatenlose Passivität der sogenannten internationalen Gemeinschaft und auf all jene Regierungen, die sich durch ihr Schweigen oder ihre aktive Kollaboration mitschuldig am anhaltenden Völkermord machen.
Die jüngsten Ereignisse in Kairo sind ein erschütterndes Beispiel für diese Kollaboration. Wir verurteilen aufs Schärfste die willkürliche Inhaftierung und gewaltsame Ausweisung deutscher Aktivist*innen – unter ihnen auch Menschen aus Hamburg –, die sich in Ägypten für ein Ende der Blockade des Gazastreifens eingesetzt hatten. Diese willkürliche Festnahme für 48 Stunden und die anschließende illegale Ausweisung sind kein Einzelfall. Sie sind Teil eines repressiven Systems, das jede Form von Solidarität mit dem palästinensischen Volk systematisch zu kriminalisieren versucht.
Die Tatsache, dass Aktivist*innen dafür bestraft werden, dass sie das absolute Minimum fordern – ein Ende der kollektiven Bestrafung von über zwei Millionen Menschen in Gaza –, entlarvt die ganze Heuchelei und Komplizenschaft des ägyptischen Regimes. Anstatt ihre Grenzen für dringend benötigte humanitäre Hilfe und für den legitimen Widerstand gegen Unterdrückung zu öffnen, sichert die ägyptische Politik mit ihrer fatalen Rolle die brutale Blockade Israels ab. Sie fungiert damit als ein zentrales Element in der imperialistischen Architektur der Unterdrückung, die Gaza von der Welt abschneidet und sein Leiden verlängert.
Dieser Vorfall zeigt erneut: Der Kampf für Palästina ist ein globaler Kampf gegen ein System, das Solidarität unterdrückt, Wahrheit verschleiert und Widerstand gewaltsam erstickt. Unsere Antwort darauf kann nur lauten: weitergehen, lauter werden, die Komplizen beim Namen nennen und die Blockaden – sowohl die physischen um Gaza als auch die politischen des Schweigens – niederreißen.
